Ein eigener Shop als Autorin: Das war der Traum, der die Odyssee der vergangenen Monate angetrieben hat. Ich habe mit meinem anderen Onlineshop für Schnittmuster-Ebooks sehr gute Erfahrungen gemacht und aufgrund dieser überhaupt den Gedanken gehabt, für meine zweite Selbstständigkeit auch einen eigenen Shop zu gründen. Wenn du auch mit dem Gedanken spielst, deinen eigenen Webshop für deine Bücher zu eröffnen, möchte ich drei Dinge vorausschicken:
- eine Warnung: Ein eigener Shop wird dich vor viele kleine und große Herausforderungen stellen. Die Liste ist lang und einige Dinge erfordern ein Investment.
- eine Motivation: Es ist keine Raketenwissenschaft! Es bringt auch Freude! Es ist schaffbar, und du kannst stolz auf dich sein, wenn du es wagst.
- ein Angebot: Du hast mich! 😉 In dieser Artikelserie versuche ich, wirklich alles zu berücksichtigen, was du brauchst, um deinen Traum vom eigenen Shop wahrzumachen! Der Haken ist: Diese Serie richtet sich an fortgeschrittene WordPress-User. Wenn du Anfänger:in bist, wirst du dir eventuell zusätzliches Wissen aneignen müssen. Ich verlinke auf entsprechende Quellen, wo nötig. Melde dich ansonsten über einen Kommentar, wenn etwas unklar ist. 🙂 In anderen Shop-Systemen wie Shopify kenne ich mich nicht aus. Der nächste Artikel über rechtliche Fragen könnte da interessanter sein, dieser richtet sich an WordPress Nutzer:innen.
Keine KI
Der folgende Text wurde ohne Zuhilfenahme von KI erstellt. In diesem Artikel steckt echte, menschliche Recherche in echten Büchern und zum Teil im Internet. Außerdem fließt Expertise aus meinem Studium mit ein. Quellen sind angegeben.
Wenn du Texte wie diese wertschätzt, freue ich mich, wenn du mir z.B. über meinen Newsletter oder Social Media folgst oder sogar auf Steady Fantasy-Mäzen wirst. Herzlichen Dank!

Inhalt
Das Shop-Plugin: WooCommerce
Steigen wir direkt ein: Mein Blog läuft mit WordPress, mein Shop läuft mit WooCommerce. Das Plugin bekommst du kostenlos über „Plugins“ und ist mit zwei Klicks installiert. Nicht wundern: mit diesem Plugin kommen weitere Plugins, die du z.B. für die Zahlungen brauchst. Mit dem WC-Plugin allein ist es nicht getan! Je nach Größe deiner WordPress-Installation solltest du also vorher überlegen, ob du deinen Shop auf deiner Hauptseite haben willst, oder ob du den Shop z.B. auf einer Subdomain einrichtest.
Das ist eine wichtige Frage und nicht zu unterschätzen! WooCommerce braucht Platz und viele Plugins, was sich negativ auf Ladezeiten auswirken kann. Viele Plugins bedeuten leider auch oft viel Chaos und Problemanfälligkeit bei Updates – als WordPress-User kennst du das vielleicht schon.
Ein Wort an dieser Stelle auch zum Theme: Ich verwende „GeneratePress“, das ich mir mal als Lifetime-Abo gekauft habe. Ich liebe es! Es ist schnell, schlank programmiert und kostet dich nicht unnütze Ladezeiten. Diesen Faktor solltest du bei deiner Theme-Wahl unbedingt mitdenken, denn WooCommerce belastet deine Ladezeit zusätzlich.
Nicht jedes Theme, das hübsch aussieht, taugt auch was. Mit einem zusätzlichen Pagebuilder wie Elementor kann es zu zusätzlichen Problemen kommen. Deshalb verzichte ich auf dieser Seite bewusst auf Elementor! Mit GeneratePress hast du ein solides Theme inklusive einem Pagebuilder, sodass du auf das ladezeiten- und fehlerintensive Elementor verzichten kannst – dies als Bemerkung am Rande. (Ich verwende Elementor aber auf sonjatornefeld.de, aber da habe ich auch kein WooCommerce drauf und die Seite ist mehr dazu da, gut auszusehen, wohingegen phantastopia meine „Arbeitsdomain“ ist.)
Wo installieren?
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich meinen Shop hier auf phantastopia.de einrichte, oder ob ich eine Subdomain „shop.phantastopia.de“ mache. Das wäre bei meinem Host problemlos möglich, denn ich kann da 500 Subdomains anmelden. Am Ende habe ich es auf meiner Haupt-URL installiert.
Wenn du eine Subdomain einrichtest, hast du da alles hübsch und sauber gebündelt, und das hat durchaus seinen Reiz. Du richtest dort eine WordPress-Installation mit WooCommerce ein und hast dort dann deinen Webshop, zu dem du ja von deinem Blog, bzw. deiner Hauptseite verlinken kannst. Man kann das Top Menü ja gleich aussehen lassen – der User merkt dann nicht einmal, dass er die URL verlassen hat. (Bei Fragen bitte Kommentar schreiben – ich richte mich wie gesagt an Fortgeschrittene!)
Ein weiterer Vorteil ist, dass du nicht so wahnsinnig viele Plugins hast, die sich untereinander verhaken. Wer schon länger mit WP arbeitet, hat bestimmt schon festgestellt, dass viele Plugins auch viel Chaos machen können.
Warum ich mich am Ende gegen diese Subdomain-Lösung entschieden habe:
Short Answer: Marketing.
Marketing wird noch ein eigener Teil dieser Serie, aber ich will das mal vorweg nehmen: WordPress bietet mit dem Gutenberg-Editor an, dass man überall Inhaltsboxen einbauen kann. Und hier wird’s interessant: Es gibt WooCommerce-Boxen, die ich in jeden Blogartikel einfügen kann. Das funktioniert aber nur auf derselben Domain, also nicht, wenn mein Shop auf der Subdomain liegt!
Beispiel: User finden z.B. meinen Artikel über die Kulturgeschichte des Werwolfs über Pinterest oder SEO (ja, SEO funktioniert immer noch!). In diesen Artikel kann ich WooCommerce-Inhaltsboxen mit meinem Buch einbauen: Auf diese Weise wird jeder Blogartikel auf dieser Seite zum Schaufenster für meinen Shop. Das war ja überhaupt die Idee, diesen Blog aufzubauen: Dass er irgendwann in den Shop mündet. 😎
Hier siehst du ein paar Beispiele für WooCommerce-Inhaltsboxen, die man einbauen kann:

Bei „Produktsammlung“ stehen mir z.B. folgende Möglichkeiten offen:

Auf diese Weise wird der Blog, den ich nun die letzten vier Jahre aufgebaut habe, zur Verkaufsmaschine (zumindest ist das der geniale Masterplan – ob er aufgeht, wird man man dann ab September noch sehen 🥲).
Ein weiteres Argument für den Shop auf derselben Domain ist der Newsletter. Ich verwende MailPoet. Das hat den Vorteil, dass sämtliche Userdaten in meiner Installation bleiben und nicht irgendwo in Amerika oder sonstwo gespeichert werden. WooCommerce legt mit den ersten Verkäufen Kundenlisten an. In meinem Kassenbereich gibt es dann eine kleine Checkbox, mit der man meinen bestehenden Newsletter abonnieren kann. Diese User werden dann in den Listen „WooCommerce Kunden“ und „Leser:innen“ landen. Das funktioniert nur, wenn alles auf einer Domain ist!
Das Schöne ist, dass ich alles kompakt habe. Andere Anbieter können das auch, z.B. Brevo. Das habe ich bei meinem alten Onlineshop verwendet, mittlerweile dort aber gekündigt, weil Brevo dann sämtliche Bestätigungen des Shops versendet (Bestellungsbestätigung, Rechnung, Zufriedenheitsabfrage, etc.) und man dann sehr schnell die 20.000 Mails oder wieviel man da inklusive hat, im Monat voll hat. Sehr schnell kostete mich der Spaß dann 70€ und mehr im Monat (meine Kundenliste von meinem Nähshop umfasste 5.000 Kunden, die aber natürlich nicht jeden Monat gekauft haben)😯.
Deshalb habe ich hier das „kleine“ MailPoet. Auch hier kann ich WooCommerce-Inhalte in den Newsletter laden und wie gesagt die Liste synchronisieren. Ich finde es überschaubarer und leichter zu handhaben als beispielsweise Brevo, das eine Wissenschaft für sich ist. Produkte kann man dort und bei anderen Anbietern natürlich auch einbinden – da hat man dann aber auch wieder eine Schnittstelle auf dem Blog, die via API lustig Daten in irgendwelche Clouds transferiert, was dann wieder die DSGVO berührt. (Zum Thema „Rechtliches“ komme ich noch beim nächsten Mal!)
Weitere Plugins
GermanizedPro
So, du hast nun WooCommerce und zwangsläufig wahrscheinlich auch schon WooCommerce PayPal usw. installiert. Soweit, so gut. JETZT fängt die Odyssee an.
Zunächst einmal empfehle ich dir das kostenpflichtige Plugin „GermanizedPro“. Es gibt eine kostenlose Version davon, aber du brauchst für einen rechtssicheren Auftritt das zusätzliche Pro-Plugin. Mit der kostenlosen Version kommst du nicht weit. Für 1 Domain kostet das Plugin aktuell 85€/Jahr, in der Verlängerung 65€/Jahr. Das sind Kosten, die eben dazugehören und die nicht die letzten sind (sorry). Bei Buchmessen muss ich ja auch Standmiete bezahlen – da ist der eigene Shop noch günstig mit ~ 7€ im Monat ;).







