Dämonen: Ursprung und Mythologie dämonischer Kreaturen

Dämonen und Vorstellungen von Dämonen sind so alt wie die Menschheit selbst. Sie existieren kulturübergreifend: Dämonen sind Gegenstand unzähliger Mythen, Legenden und Geschichten – über alle Kontinente und Epochen hinweg. In diesem Artikel erforsche ich einige Ursprünge und Mythen des Dämonischen und stelle einige Dämonen vor.

Ursprung und Definition der Dämonen

Dämonische Wesen treten in vielen Kulturen und Religionen auf. Sie sind, wie es im Vorwort des „Lexikons der Götter und Dämonen“ (stelle ich hier vor) heißt:

Götter und Dämonen sind die Gestaltwerdung bzw. die Begreiflichmachung dieser Mächte und Kräfte, wie sie in Licht und Finsternis, in Sonne und Mond, in Feuer und Wasser, in Vogel und Schlange sichtbar werden. In allen Naturerscheinungen kann sich das Göttliche wie auch das Dämonische offenbaren.

aus: Lexikon der Götter und Dämonen von Manfred Lurker

Die Grenzen zwischen Dämonen und Göttern sind oft fließend. Die Christianisierung verteufelte Dämonen, aber Aberglaube hielt sich dennoch über die Jahrhunderte. In vielen europäischen Sagen treten Dämonen als böse und gefährliche Wesen auf. Ihr Ziel ist unter anderem: die menschliche Seelen einfangen oder auf andere Weise Schaden anrichten. Auch im christlichen Umfeld kennen wir den Pakt mit dem Teufel, der vielfach in der Literatur aufgegriffen wurde.

Die Vorstellung von Dämonen variiert je nach Kultur und Überlieferung. In einigen Kulturen werden sie auch als unabhängige Wesen betrachtet, während sie in anderen als Diener höherer Mächte angesehen werden.


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A Darkadian Tale – Tango und Tod

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1961, Spanien: Nach einem Schicksalsschlag kehrt Anwalt und Druide Tamás Bethlen seiner Familie den Rücken und taucht unter falscher Identität unter, bis er sich in die geheimnisvolle Wahrsagerin Sophia verliebt und in einen Mordfall verwickelt wird.

A Darkadian Tale – Tango und Tod beginnt als skurriler Krimi mit einer Bromance zum Verlieben und reißt die Pforten zu einem epischen DarkFantasy-Abgrund mit einer Prise Romantik auf – der Auftakt zum Darkadium.

Romantasy meets Crime | empfohlen ab 16 Jahren | 276 Seiten

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Definition: „Dämon“

Der Begriff „Dämon“ kommt vom griechischen „dá͞imōn“. Im Etymologischen Lexikon findet sich die folgende Definition:

Dämon m. ‘böser Geist, verhängnisvolle übernatürliche Macht’. Griech. dá͞imōn (δαίμων), lat. daemōn ‘Gott, schützendes oder Verderben sendendes göttliches Wesen’, wahrscheinlich im Sinne von ‘Zuteiler’ zu griech. dá͞iesthai (δαίεσθαι) ‘teilen, verteilen’ und damit zur Wurzel ie. *dā(i)-*dī̌- ‘teilen, zerschneiden, zerreißen’ (s. Zeit) gehörend, gelangt zunächst im 16. Jh. in der spätlat. und mlat. üblichen, von christlichem Denken geprägten Bedeutung ‘Teufel’ ins Dt. Der Mitte des 18. Jhs. einsetzende literarische Gebrauch greift stärker auf antike Vorstellungen zurück (‘Gutes oder Böses bewirkendes überirdisches Wesen’ oder ‘dem Menschen innewohnende schicksalbestimmende Macht’), verbindet mit der Bezeichnung aber weiterhin meist negative Wertungen.

– dämonisch Adj. ‘teuflisch, unheimlich, übernatürliche Kräfte aufweisend’, Ableitung nach dem Vorbild von griech. daimonikós (δαιμονικός), lat. daemonicus, vereinzelt Ende des 16. Jhs., geläufig seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. Dämonie f. ‘das Vorhandensein, Wirken übernatürlicher bedrohlicher Kräfte’ (Mitte 18. Jh.). 

Dämonismus m. ‘Glaube an Dämonen, Lehre von Dämonen’ (Wieland 1788), Übernahme von gleichbed. engl. demonism (Shaftesbury 1699).

„Dämon“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, abgerufen am 07.06.2023.

In der christlichen Tradition werden Dämonen oft als gefallene Engel betrachtet, die sich gegen Gott aufgelehnt haben. Der bekannteste Vertreter: Luzifer, der Teufel. Es gibt jedoch auch andere Interpretationen, zum Beispiel in der islamischen Tradition, in der Dämonen als eigenständige Wesen betrachtet werden, die von Allah erschaffen wurden.

Gorgonen, griechische Dämoninnen
Gorgonen aus der griechischen Mythologie, Bild erstellt mit Midjourney

Dämonen der griechischen Mythologie

In der griechischen Mythologie treten verschiedene Dämonenarten auf, darunter die Harpýen, die Sirenen und die Gorgonen. Auffällig ist, dass es sich bei diesen um weibliche Dämonen handelt, die allesamt Unheil bringen. Die Harpýen sind hässliche Mischwesen aus Mädchen- und Vogelleibern. Lesern des „Letzten Einhorns“ dürften sie bekannt vorkommen; sie sind außerdem verwandt mit den „Wilddruden“ aus „Ronja Räubertochter“. Ähnlich sind auch die Sirenen: Sie sind ebenfalls Mischwesen aus Vogel- und Mädchenleib und haben es auf Seeleute abgesehen, um ihr Blut zu auszusaugen.

Von den Gorgonen existieren drei: Stheno, Euryale und Medusa – letztere dürfte spätestens seit „Percy Jackson“ dem breiten Fantasyvolk bekannt sein. Alle drei sind geflügelte Gestalten mit Schlangenhaaren. Wer Medusa ansah, wurde in Stein verwandelt.

Es gibt in der griechischen Mythologie noch unzählige weitere Dämonen, die verschiedene Aspekte des menschlichen Lebens repräsentierten, zum Beispiel der Daimon Eros, der die Liebe verkörpert und sowohl positiv als auch negativ Einfluss nehmen kann. Ein weiteres Beispiel ist der Dämon Dionysos, der für Wein, Ekstase und Rausch steht. Diese Dämonen wurden nicht als gruselige Wesen angesehen, sondern als mächtige göttliche Kräfte, die das Leben der Menschen beeinflussen konnten.

Vorstellungen von Dämonen und dem Dämonischen ziehen sich durch die gesamte Geschichte der Menschheit. Die Einteilung in „gut“ und „böse“ wurde von der jeweils herrschenden Kultur getroffen.

Welche Dämonen und Dämonenarten gibt es?

Dämonischen Wesen wurden im Laufe der Zeit viele verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten zugeschrieben. In vielen Kulturen werden sie als böse und gefährliche Wesen betrachtet, die den Menschen Schaden zufügen oder sie verführen wollen. In anderen Kulturen werden sie als Diener höherer Mächte angesehen, die die Menschen auf die Probe stellen oder ihnen helfen können.
Ihre Erscheinungsformen sind vielfältig: Ihre Gestalt weist oft Merkmale von Mensch und Tier auf.

Dämonenarten: Chimären, Theriokephalie und Therianthropie

Dämonen erscheinen häufig in menschenähnlicher Form, in vielen Überlieferungen treten sie jedoch als Tiere oder Mischwesen auf, wobei man hier unterscheiden muss: Mensch-Tier-Mischwesen wie der Satyr, die Harpye, die Meerjungfrau oder der Zentaure werden als „Chimäre“ bezeichnet. Sie zeichnen sich durch einen menschlichen Kopf mit tierischen Gliedmaßen aus.

Dämonen zeichnen sich – wenn man es ganz genau und archäologisch betrachtet – durch Theriokephalie aus. Das bedeutet: Tierköpfigkeit. Die kennen wir vor allem aus dem alten Ägypten, wenn wir zum Beispiel an Anubis denken.

Das darf man natürlich nicht mit der Therianthropie verwechseln: Hier findet eine vollständige Verwandlung von einem Menschen in ein Tier oder umgekehrt statt. Das bekannteste Beispiel dafür ist der Werwolf.

Sie alle zählen im weitesten Sinn zur Familie der Dämonen, und sie begegnen uns in Büchern und Filmen andauernd.

In den verschiedenen Kulturen haben sich die Vorstellungen von dem Dämonischen recht unterschiedlich entwickelt, jeweils in Abhängigkeit der jeweils dominanten Religion. Im Folgenden stelle ich einige der bekanntesten Dämonen vor.

Kulturgeschichte des Werwolfs - Ursprung und Erotik

Kulturgeschichte des Werwolfs, Teil 1

In diesem Artikel widme ich mich dem Werwolf und zeichne seine Kulturgeschichte nach.

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Sonja Tornefeld studierte Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik und Medienwissenschaften. Sie ist Fantasy-Autorin und passionierte Buchliebhaberin, großer Fan von Hobbits, Vampiren, Drachen, Metal und allem Magischen. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in der Nähe des Teutoburger Waldes.
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15 Kommentare zu „Dämonen: Ursprung und Mythologie dämonischer Kreaturen“

  1. Was die Mythen über Werwölfe betrifft, so geht es konkret in Richtung griechische Mythologie. In erster Linie ist dort die Rede von der Gestalt Lykaon – und diese Gestalt wurde von Zeus in einen Wolf verwandelt. Altgriechisch Λύκος Lýkos = deutsch -> ‚Wolf‘. Es gibt in der griechischen Mythologie noch eine wolfsartige Gestalt mit dem Namen Makedon. Makedon weißt Ähnlichkeiten mit dem ägyptischen Anubis auf.

    „In der Filmreihe mit dem Titel „Underworld“ werden die Werwölfe Lykaner bezeichnet, abgeleitet von Lykaon. Die Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf wird Lykanthropie bezeichnet, ebenfalls abgeleitet von Lykaon aus der griechischen Mythologie.“ -> https://www.mythologie-antike.com/t160-lykaon-mythologie-konig-in-arkadien-und-vater-von-ruchlosen-gottlosen-sohnen

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      • Die Underworld-Reihe habe ich mir auch komplett angesehen. Dabei bin ich dann über den Begriff Lykaner für Werwölfe gestolpert – und so kam ich auf Lykaon.

        Liebe Grüße
        Holger

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        • Ich habe nicht alle gesehen – habe jetzt auf Netflix einen gesichtet, den ich noch nicht kenne. Aber die Reihe hat mich seit dem ersten Film in ihren Bann gezogen. Da gab es dann ja auch dieses Hybridwesen – gebissen von Vampir und Lykaner.
          Es gibt ja in Filmen, Comics und Büchern ganz verschiedene Interpretationen. Mir ist geläufig, dass Lykaner als „auf zwei Beinen gehend“ klassifiziert werden, während Werwölfe in ihrer Wolfsgestalt Vierbeiner sind: Dementsprechend gibt es zwischen Werwolf und Lykaner nochmal einen Unterschied.
          Was die Verwandlung angeht, so scheint es da auch verschiedene Formen zu geben. Das finde ich schon sehr spannend, zumal in meinem erdachten Dämonenkosmos auch Werwölfe auftreten.

          Liebe Grüße,
          Sonja

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  2. Ich mag Werwölfe sehr besonders die Filme, vor allem die Werwölfe mal gut sind und nicht immer als Menschenfressdendes Monster. Als Kind habe ich american werewolf gehasst. The bitten war eine tolle Serie, leider hatte sie nur 3 staffeln. Werwölfe die für die Menschen kämpfen. Die Serie kam ich nur empfehlen, für die Werwölfe mag.

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    • Hallo Markus,
      danke für deinen Kommentar :). „The Bitten“ sagt mir nichts, aber das wird sich ändern! Demnächst plane ich einige Artikel über Werwölfe, da ist das ein prima Tipp, danke!
      Liebe Grüße
      Sonja

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