Dämonische Symbole: Pentagramm und Drudenfuß

Keine Black Metal Band und kein Satan-Horror-Film kommt ohne aus: Dämonische Symbole! Das Pentagramm gehört zum Pflichtprogramm düsterer Subkulturen und Vampirfilme. Das Symbol des fünfzackigen Sterns begegnet uns in der düsteren Popkultur an jeder Ecke. In diesem Artikel nehme ich dich mit auf eine kleine Reise durch die Kulturgeschichte des Pentagramms.

Das Pentagramm hat längst die Shoppingwelt erobert: Ob Kerzen, Schmuck oder T-Shirts – Pentagramme erfreuen sich besonders in der schwarzen Szene nach wie vor großer Beliebtheit. Doch woher kommt das Pentagramm eigentlich? Und welche Bedeutung hat es, wie rum man es trägt? In diesem Artikel forsche ich ein bisschen nach ;).

No KI

Der folgende Text wurde ohne Zuhilfenahme von KI erstellt. Ich hasse es, darauf hinweisen zu müssen, aber ich mache es einfach mal: In diesem Artikel steckt echte, menschliche Recherche in echten Büchern und zum Teil im Internet. Die Quellen sind angegeben.

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Ursprung der Pentagramme

Das Pentagramm ist ein fünfzackiger Stern, ein uraltes, magisches Symbol. Bei den Pythagoreern galt es als Zeichen für Gesundheit und Erkenntnis. Auch mathematisch ist das Zeichen interessant, denn es ist im „goldenen Schnitt“ erstellt, und es beinhaltet fünf gleichschenklige Dreiecke und ein Fünfeck in der Mitte. Bei der Wikipedia kann man dazu und zur Flächenberechnung Details nachlesen.

In der Antike trat der Fünfzack auch als Kombimotiv mit dem ersten Buchstaben des griechischen Alphabets „Alpha“ auf, als „Pentalpha“.

Das bislang älteste Pentagramm wurde auf einem Krug in Mesopotamien ca. 3000 Jahre vor Christus gefunden. (Wenn man mal daran denkt, dass wir heute 2025 haben … ganz schön lange her!)

Später dann taucht es sogar in der Kirchenarchitektur auf, zum Beispiel kann man es an der Außenwand der Marktkirche von Hannover bestaunen, was ja ein wenig verwundert, weil man das Pentagramm heute eher mit Satan als mit Christus in Verbindung bringen würde. In einer christlichen Deutung werden die fünf Zacken symbolisch für die fünf Wunde Christi gesehen. Das finde ich interessant, denn es zeigt, dass Zeichen ihre Bedeutung durch ihre Interpretation erhalten – dazu gleich mehr.

Daemonische Symbole
Das Pentagramm hat eine andere Bedeutung, je nachdem, auf welcher Seite es steht ;).

Bedeutung des Pentagramms im Lauf der Zeit

Das Pentagramm blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon bei den Mesopotamiern soll es auf eine Gottheit verwiesen haben. Pythagoras interessierte sich für die Geometrie dieses Zeichens und verband es mit Gesundheit und Erkenntnis. Die Gnostiker verwendeten es als Zeichen für „Abraxas“.

Dazu ein kleiner Exkurs: Abraxas ist das Symbol des höchsten Urwesens gemeint, aus dem die fünf Urkräfte Geist, Wort, Vorsehung, Weisheit und Macht hervorgingen. Hier haben wir direkt die Verbindung zur Zahl „5“, die ja charakteristisch für das Pentagramm ist. Es liegt also nahe, dass die Gnostiker das Symbol verwendeten. Das Pentagramm galt als Sinnbild für die Harmonie des Kosmos.

Auch vor den Gnostikern wurde das Wort „Abraxas“ mit einem Dämon in Verbindung gebracht wurde – der Abraxas-Kult hielt sich hartnäckig bis in die Renaissance. Vermutlich wurde das Wort aus den Anfangsbuchstaben hebräischer Gottesnamen zusammengesetzt. Im Mittelalter und in der Antike diente es als magische Formel. Dabei wurde schlussendlich Abraxas selbst als Dämon verehrt, was als blasphemisch und in Teilen satanistisch angesehen wurde.

Interessanter Fakt an dieser Stelle für Freund:innen der Numerologie: Die 7 Buchstaben des Namens ergeben den Zahlenwert 365 (a=1, b=2, r=100, x=60, s=200). Außerdem wird die Siebenzahl der Buchstaben in Beziehung zu den Planeten gesetzt.

Auch die Freimaurer entdeckten das Pentagramm für sich und ordneten die fünf Zacken den „Tugenden der Klugheit, der Gerechtigkeit, der Stärke, der Mäßigung und des Fleißes“ (Wikipedia) zu. Später dann – diese Deutung ist glaub ich bis heute recht verbreitet in der Popkultur – wurden die fünf Zacken dem Geist und den vier Elementen zugeordnet.

Im Mittelalter galt der „Drudenfuß“ als Schutzsymbol, das gegen nächtlichen Spuk schützen soll. Es wurde zum Beispiel an Kinderwiegen angebracht. Der Begriff „Drude“ geht zurück auf einen hexenhaften Nachtgeist, der sich auf die Brust von Schlafenden setzt und Albträume verursacht. In „Hexenfilmen“ darf es natürlich nicht fehlen: So sieht man es z.B. in „Sleepy Hollow“ oder in der Verfilmung von „Die kleine Hexe“ und in zahlreichen Teenie-Halloween-Movies.

Goethe verwendete das Pentagramm in „Faust“ schließlich als „Zauberzeichen“ – auch er folgte damit vorangegangener Darstellungen des Pentagramms in diesem Zusammenhang, legte damit aber den Grundstein für die folgende literarische und kulturelle Tradition.

Das Pentagramm als satani(sti)sches Symbol

Seit ich Rockmusik und später Metal höre, interessiere ich mich brennend für düstere Symbolik und flechte das auch gern in meine Welt des Darkadiums ein. In meinem Studium habe ich mich später dann viel mit dem 19. Jahrhundert beschäftigt, und da gab es noch so einige, die sich für Okkultismus, Satanismus usw. interessierten.

Simple Seal of Baphomet.svg
Simple Seal of Baphomet (without text SAMAEL – LILITH). CC BY-SA 3.0

Einer war Eliphas Lévi, ein französischer Okkultist, der das Buch „Dogme et rituel de la haute magie“ schrieb. Er brachte darin das auf der Spitze stehende Pentagramm mit dem „Zeichen der Ziege des Sabbaths“ in Verbindung. Dabei symbolisieren die beiden nach oben gerichteten Spitzen die Hörner Satans (paraphrasiert ausgedrückt). In der christlichen Deutung steht das Pentagramm auf zwei Spitzen.

Anton LaVey, Gründer der Church of Satan, erfand später das Zeiches des „Baphomet“, in dem dann tatsächlich der Ziegenkopf mit dargestellt wird. Zahlreiche Rock- und Metalbands haben das aufgegriffen, einige wurden von wütenden Eltern als Satanisten verunglimpft, und so manche Schallplatte wurde rückwärts abgespielt, um satanische Botschaften darin zu entdecken. Dem Verkauf und der Popularität hat es keinen Abbruch getan ;).

Bis heute werden in der Esoterik und Populärkultur Unterschiede zwischen „weißmagischer“ und „schwarzmagischer“ Bedeutung gemacht, ein Prinzip, das immer noch funktioniert, wie man am Rückwärtsspielen von Schallplatten erkennen kann: Das Pentagramm symbolisiert damit die die Doppeldeutigkeit selbst: Es zeigt das, was ich darin sehe. Als Symbol steht es für das, wie ich es verwende. Für Autor:innen öffnet es Türen in magische Welten ;).

Übrigens wird das Pentagramm, das mit einem Kreis umrundet ist, Pentakel genannt.

Fazit

Das Pentagramm ist ein faszinierendes Symbol in jederlei Hinsicht. Im Lauf der Jahrhunderte wurden ihm unterschiedliche Bedeutungen zugerechnet und es hat bis heute große Sogwirkung auf gewisse Zielgruppen. Als Dark Fantasy Autorin und Metalfan liebe ich es, mich auf solche Reisen zu begeben. In meinem Buch treten Parallelen zu satanischen Praktiken und Ritualmagie auf – wenn dich das also interessiert, abonniere am besten meinen Newsletter, um dranzubleiben.

Ansonsten erzähl mir doch gern, was du ergänzen möchtest, oder stelle eine Rückfrage. Ich bin gespannt :).

Quellen

Becker, Udo: Lexikon der Symbole, Komet Verlag 1992. Hier gebraucht kaufen*.

Biedermann, Hans: Knaurs Lexikon der Symbole, Droemer Knaur 2000. Hier gebraucht kaufen*.

Borrmann, Norbert: Lexikon der Monster, Geister und Dämonen, Lexikon Imprint Verlag 2000. Hier gebraucht kaufen*

Lurker, Manfred: Lexikon der Götter und Dämonen, Kröner 2014 – das Buch habe ich hier vorgestellt.

Lurker, Manfred: Wörterbuch der Symbolik, Kröner 1991. Hier gebraucht kaufen.*

Wikipedia „Pentagramm“, gesehen am 08.12.2025

Wikipedia „Abraxas“, gesehen am 08.12.2025

Wikipedia „Satanismus“, gesehen am 08.12.2025

Recherche für Autor:innen

Hier findest du eine Auswahl von Artikeln zur Recherche. Ich empfehle außerdem den Artikel über Dämonen.

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Sonja Tornefeld studierte Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik und Medienwissenschaften. Sie ist Fantasy-Autorin und passionierte Buchliebhaberin, großer Fan von Hobbits, Vampiren, Drachen, Metal und allem Magischen. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in der Nähe des Teutoburger Waldes.
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