Ich hab auch keine Ahnung, nur so’n komisches Gefühl, dass es besser wäre, sich unabhängig von amerikanischen Medien- und Techkonzernen zu machen. Deshalb bin ich privat und als Autorin nun den Weg der „digitalen Unabhängigkeit“ eingeschlagen. Das wird hier keine Anleitung, sondern eine Beschreibung, wie ich es als Autorin mache. Ich freue mich, wenn du mich auf dem Weg begleitest und vielleicht sogar mitmachst:).
Inhalt
Digitale Unabhängigkeit: Wie?
Ich beschäftige mich gedanklich schon länger mit diesem Schritt. In meinem Sommerrückblick habe ich schon angesprochen, dass ich weg von Microsoft und auch weg von Meta will. Aber ganz so einfach ist das alles nicht und ohne technischen Support schaffe ich das auch nicht.
Linux soll das neue Betriebssystem auf meinem Laptop und Desktop-PC werden. Für mich ist dabei die Voraussetzung, dass mein Schreibprogramm „Papyrus Autor“ läuft. Leider gibt es da vom Hersteller bisher keine Linux-Variante. Bevor es aber damit losgeht, muss ich erst einmal meine Daten sichern.

Daten sichern vor der Umstellung auf Linux
Da geht das Problem los: Meine Daten – private wie die aus meiner Selbstständigkeit und natürlich meine Texte und Fotos – lagern auf meinen Festplatten, externen Festplatten und auf der Onedrive, die ich ja zukünftig nicht mehr haben will. Tja, schöne Scheiße, wenn man sich nie Gedanken über Datenspeicherung gemacht hat und gewisse Dinge „historisch gewachsen“ sind, wie man so schön sagt.
Nennen wir es beim Namen: Vieles davon ist ein Datenfriedhof. Ich nehme also zuerst diese Gelegenheit, um zu entrümpeln. Da ich mich selbst technisch nicht so wahnsinnig gut auskenne, habe ich auf Mastodon Schwarmwissen abgefragt. Den Thread verlinke ich mal hier. Es kamen echt viele Tipps und Infos zusammen:
Neue Cloud? Alternative zu OneDrive
Bisher nutze ich das MS Office-Paket, also Office 365, was mich aber nervt durch die KI-Erweiterungen und durch besagte Abhängigkeit. Das werde ich durch Libre Office ersetzen, was ja schon ein guter Schritt ist, aber noch nicht weit genug geht, wenn man es ernst meint mit der digitalen Unabhängigkeit. Durch die Kompatibilität der Programme hat man hier gar nicht so eine große Umstellung.
Ein großes Thema ist die Cloud. Ich hatte bisher alles auf der OneDrive und fand es praktisch, alle meine Daten sowohl auf dem Handy als auch auf dem Rechner zu haben. Nach dem Schwarmwissen-Aufruf oben habe ich mich am Ende für ein Cloud-Paket von Hetzner entschieden (Storage-Share). Das kostet so ca. 5€ im Monat. Die Server stehen in Deutschland und die Anforderungen der DSGVO werden eingehalten.
Es gibt auch eine App fürs Handy, die ich nicht ganz so komfortabel finde wie OneDrive, aber das liegt womöglich auch an Android, was noch so eine Baustelle ist. Was schön ist: Mit dieser neuen Cloud kann man sich ganz viele Extras einrichten – Kalender, diverse Office-Tools und ein eigener Messenger – zumindest die, die ich darauf anmelde (meinen Mann und meine Kinder zum Beispiel) können damit ohne Whatsapp kommunizieren – es funktioniert genauso!
Einer der nächsten Schritte wird sein, meine ganzen Online-Umfrageformulare, die ich für Testlesen oder für Autor:innen für die Neuerscheinungen bereitstelle, auf Hetzner umzuziehen. (Das ist alles ein bisschen Arbeit, das ahnst du richtig).
Status Quo
Die neue Cloud war kein Problem: Ich habe mich da ein bis drei Tage lang intensiv mit beschäftigt und dann umgesetzt. Es hat dann etwas gedauert, die Daten von OneDrive umzuziehen, aber vom Ding her war es keine Schwierigkeit. Über das Thema Linux schreibe ich beim nächsten Mal – das ist ein ganz eigenes Thema!
Hast du Fragen, Tipps oder Anmerkungen? Steigst du auch aus Big-Tech aus? Falls du auch aussteigen möchtest, habe ich hier einen schönen Linktipp: Unplug Big Tech – Teil 1.







