Projektupdate: Darkadian Nights 1 – Der Kuss der Wolfsnacht

Fast ist das Lektorat für mein nächstes Buch geschafft! Wenn du Bock auf so ne Art „Sons of Anarchy“ mit Werwolfbikern in den 60ern hast, lies weiter: Bisher habe ich es hier als „Der Kuss der Wolfsnacht“ vorgestellt, unter dem Link findest du alle Beiträge, die bisher dazu veröffentlicht wurden. Heute gibt es einen kleinen Überblick über das Projekt.

Darkadian Nights: Die Reihe

„Darkadian Nights“ wird eine vierteilige Buchreihe innerhalb des Darkadiums, also meiner Fantasywelt. Sie beginnt in 1964 und wird bis in die 70er spielen. Mit Blick auf die anderen (geplanten) Bücher spielt die Serie also zwischen Darkadian Gods 1 und Darkadian Gods 2. Sie wird unabhängig, aber nicht komplett losgelöst von den anderen Büchern lesbar sein.

Es gibt Cross References zu A Darkadian Tale – Tango und Tod und minimale Hinweise auf Darkadian Gods 1, aber man kann diese Reihe ohne Vorwissen lesen; zumindest in Band 1 wird man so einsteigen können. Bei den Folgebänden werde ich die Einstiegshürde niedrig halten, aber eine Buchreihe verfolgt nun auch einen eigenen Spannungsbogen, und da empfehle ich, mit Band 1 zu starten.

Hier ein paar Facts zu der Reihe:

GenreBand 1: (Dark) Romantasy mit Spice, die Folgebände werden sukzessive düsterer
Tropeshe falls first, 1960er, Werwolf-Biker, Mafia, Bandenkriege, Intrigen, Fated Mates, Spice
Themen und TriggerZwangsprostitution, Legasthenie, Vertrauen, Beschützerkomplex, sexuelle Gewalt, Vergewaltigung, Gewalt, Action, Folter, Tierquälerei, Imposter-Syndrom
VergleichstitelBlackdagger- und Midnight-Breed (Lara Adrian), Sons of Anarchy als Werwölfe in den 60ern
Erscheinungstermin18.04.2027 – Achtung: Ich will das Buch zur LBM fertig haben; es wird exklusiv für die LBM vorab veröffentlicht. Vorbesteller:innen werden es im Anschluss an die LBM zugeschickt bekommen. Vorbestellungen werden voraussichtlich ab Februar 2027 möglich sein.
AusgabenTaschenbuch und Ebook wird es geben, Farbschnitt voraussichtlich nicht, Hörbuch unklar.

Im Vergleich zu „Tango und Tod“ wird die Reihe deutlich expliziter und gewalttätiger; ich empfehle sie ausdrücklich ab 18 Jahren. Hier der vorläufige Klappentext:

1964 – Werwolf Byron verbringt in Wolfsgestalt eine heiße Liebesnacht mit einer Wölfin. Nachts darauf überfällt er eine Werkstatt mit seiner Bikergang und erkennt seine Wölfin in Vi wieder, die kurz zuvor aus dem Knast entlassen wurde und nun versucht, sich ein anständiges Leben aufzubauen.

Projektstatus

Verschwommenes Cover von Darkadian Nights - Der Kuss der Wolfsnacht - Coverreveal demnächst
Fantasy-Mäzen:innen können das Cover auf Steady bereits sehen 😉

Das Cover habe ich für meine Fantasy-Mäzen:innen schon einmal auf Steady vorgestellt. Den offiziellen Reveal werde ich im Winter machen, eventuell erst im Januar, wenn das Printcover fertig ist. Illustrationen habe ich wieder bei Drew Black bestellt, der schon die schönen Charakterzeichnungen von Tamás und Sophia gemacht hat. Zuerst werden sie wieder meine Fantasy-Mäzen:innen zu sehen bekommen.

Im März 2025 stand der erste Entwurf des Buches, im Oktober 2025 war das Testlesen abgeschlossen. Bis Ende 2025 war das Feedback eingearbeitet, das Lektorat folgte wieder durch Svea Rühsen (formerly known as Harlow Alexander). Ihr Lektorat habe ich nun im Sommer eingearbeitet – das ist also der Status Quo.

Lektorat: Eine eigene Reise

Wieder einmal hat mir das Lektorat enorm viel gebracht. Jedes Lektorat ist für mich ja auch ein Schreibtraining. Ich lerne unglaublich viel dazu. Während des Schreibens geht es mir ja oft so, dass ich so tief im Text und im Plot stecke, dass ich zuweilen andere Dinge, wie z.B. die Figurenentwicklung, vernachlässige.

Auch ein Testlesen ist mir immer wichtig, um ein erstes Stimmungsfeedback zu bekommen, aber ein Lektorat geht ja viel tiefer und setzt auch da an, wo es weh tut. Und ja, es tut zuweilen weh, wenn man feststellen muss, dass bestimmte Dinge nicht oder nicht so funktionieren, wie man sich das vorher gedacht hat.

Das Schöne ist aber: Durch diese zweite, professionelle Sicht auf den Text habe ich neue Wege gefunden und konnte Probleme lösen, die mir vielleicht vorher auch bewusst waren, aber für die ich allein keine Lösung hatte. Daher bin ich Svea einmal mehr dankbar für ihren Input, die Kritik und die Impulse, aus der Wolfsnacht einen stimmigen Text zu machen.

Im Großen und Ganzen passte die Geschichte, also der Plot. Die größten Probleme lagen in der Figurenentwicklung. Byron als männlicher Prota kam zu stereotyp und zu heldenhaft rüber, Vi als weibliche Protagonistin ebenfalls. Vor allem war die Kritik, dass sie zu wenig handlungsfähig war, zu passiv.

Im ersten, nun abgeschlossenen, Durchgang habe ich mich auf diese Thematik konzentriert und weitere Hinweise eingearbeitet – mein größtes Problem sind Filterwörter *seufz*. Darüber hinaus war sprachlich nicht so sehr viel zu beanstanden.

Wie bin ich vorgegangen? Das wertvollste Feedback war der Lektoratsbrief, in dem Svea mir deutlich die Punkte aufgezeigt hat, an denen ich ansetzen muss. Sie hat außerdem konkrete Vorschläge gemacht, die ich zum großen Teil übernommen habe. Es ist wirklich schön, dass sie sich schon so gut im Darkadium auskennt. Das war eine große Hilfe. Ich habe mir aufgrund dessen dann zunächst Byron angesehen. Vi war bereits recht plausibel, nur an ihrer Entwicklung zu mehr Selbstbewusstsein und zum strong female lead haperte es in der letzten Fassung.

Byron

Bei Byron war u.a. die Vorgeschichte zu dünn. Sie existierte in Stichpunkten in meinen Aufzeichnungen – immerhin tritt er ja auch in Tango und Tod und in Darkadian Gods auf und ist einer meiner liebsten Charaktere – , aber im Text war sein Hintergrund quasi nicht existent. Außerdem fehlte bei ihm ein innerer Konflikt, bzw. ein „Irrglaube“, den er zu überwinden hat. Tja, wenn man das dann weiß, ist die Lösung natürlich einfach und kann es vor vorneherein richtig machen!

In der nun erfolgten Überarbeitung sind bei ihm also einige zusätzliche Szenen und viele Hinweise auf seine Kindheit und Jugend hinzugekommen. Die musste ich natürlich mit „Tango und Tod“ und „Darkadian Gods“ abgleichen, damit das zeitlich alles passt. Zwischendurch war das viel Suchen und Gegenchecken, denn der Gute hat ja schon einiges erlebt: Aufgewachsen ist er in den 30er/40er Jahren auf den Straßen Londons, wo er sich mit Gaunereien und Diebstahl über Wasser gehalten und sich um seine kleine Schwester Abby gekümmert hat, bis sie vorerst in einem Waisenhaus endeten, was für die Kinder nichts besser machte. Dort flohen sie dann irgendwann nach Frankreich, wo sie Louis kennenlernten, den einige noch aus dem „Kuss des Mondes“ kennen (noch gibt es diese Geschichte kostenlos, wenn du dich für meinen Newsletter einträgst).

In Frankreich wurde er dann irgendwann verhaftet; währenddessen verschwand seine Schwester Abby spurlos – sie wurde erst 1961 von Tamás in „Tango und Tod“ gerettet. Dass das passiert ist, wirft Byron sich natürlich als völliges Versagen vor.

„Darkadian Nights 1 – Der Kuss der Wolfsnacht“ spielt drei Jahre später. Zwischen Byron und Abby gibt es Unausgesprochenes, und er trägt so einiges mit sich herum. Er hadert mit seiner Rolle als Leitwolf und fragt sich, ob andere in ihm nicht mehr sehen, als er zu bieten hat – Imposter lässt grüßen. Er möchte dabei gern die Kontrolle über alles haben und die seinen beschützen, schießt dabei aber auch über das Ziel hinaus und übersieht das Wesentliche: Dass Kontrolle nicht heißt, dass nichts Schlimmes mehr passiert, sondern dass man handlungsfähig bleibt und sich zu helfen weiß, wenn die Dinge nicht so laufen, wie man sich das vorgestellt hat. Und in dem Buch verläuft einiges nicht so, wie er sich das vorgestellt hat.

Im kommenden Durchgang werde ich mit viel Gefühl auf ihn und seine Entwicklung schauen und das noch mehr herausarbeiten. Inzwischen bin ich schon sehr zufrieden damit, wie der Text geworden ist, und ich freue mich nun auf die Kür, bevor ich Svea den Text zur endgültigen Abnahme schicke.

Vi

Vi war schon bei den Testleser:innen beliebt, und sie war als Charakter schon gut aufgebaut. Sie ist ein Pechvogel, kann man nicht anders sagen. Sie hat es in ihrer Kindheit nie leicht gehabt, ist mehrfach Opfer von Gewalt geworden und landete bei einer Autodiebesbande. Sie fiel auf den Falschen rein und kam am Ende in den Knast. Außerdem ist sie Legasthenikerin, was gut zu ihrem Charakter passte und im Plot für zusätzliche Konflikte sorgt.

Das Buch beginnt einige Zeit nach ihrer Haftentlassung auf Bewährung: Sie arbeitet als Mechanikerin in einer Werkstatt und kämpft gegen ihre Wölfin. Sie kann es überhaupt nicht gebrauchen, dass ihr Körper sich zum Vollmond verwandeln will. Sie versucht verzweifelt, sich ein anständiges Leben aufzubauen und ein Werwolf zu sein – was sie erst kurz zuvor herausfand – stellt sie zusätzlich vor eine Challenge. Insofern passt es ihr gar nicht, dass ihre Wölfin im ersten Kapitel die Führung übernimmt und eine heiße Nacht mit einem anderen Wolf verbringt. Sie hofft zunächst, dass dieser Fehltritt folgenlos bleibt und rechnet nicht damit, dass der Wolf in der nächsten Nacht als Mann vor ihr steht und ihre Werkstatt überfällt. Noch weniger rechnet sie damit, dass er sich in sie verliebt.

Dies war die Ausgangsbasis für Vi, und daran hat sich im Lektorat nichts geändert. Ich habe allerdings an ihrer weiteren Entwicklung noch einiges geändert. Es gab zwar einige Stellen, an denen sie stark auftrat, aber sie war im Ganzen doch zu sehr auf Hilfe angewiesen und wurde zu oft gerettet.

In der Überarbeitung hat sie ein paar zusätzliche Szenen bekommen und die ein oder andere Wendung habe ich geändert. Sie hat ein paar kleine Heldinnenmomente bekommen, kann man sagen, und sie bekam an vielen Stellen mehr Selbstbewusstsein und mehr Entscheidungsfreiheit.

Lektorat insgesamt

Der Schwerpunkt lag bei diesem Lektorat sehr bei den Figuren, was für mich sehr schön war, muss ich sagen, denn ich habe eine intensive Zeit mit den beiden verbracht, und ich hab sie beide noch viel lieber als vorher. Da ich auch schon mit dem Schreiben des zweiten Bandes begonnen hatte, habe ich auch schon ein paar Hinweise auf Band 2 eingearbeitet. Auf den besonderen Hinweis von Svea hin, dass es schade wäre, wenn Tamás nicht mehr als Erzählcharakter auftreten würde, hat auch er sogar noch eine Epilog-Szene bekommen.

Insgesamt sind ca. 14.000 Wörter dazugekommen. Das Buch wird damit dicker als „Tango und Tod“; ich schätze, dass es so bei ca. 320-350 Seiten landet. Es wird leicht teurer, denn „Tango und Tod“ ist sehr knapp kalkuliert.

Nächste Schritte

Als nächstes werde ich noch einmal gründlich durchgehen. Danach wird Svea es sich noch einmal ansehen und es wird eine finale Bearbeitung folgen. Das Korrektorat werde ich dann in die Hände meines Mannes geben. Der fragte schon, wann er es endlich lesen darf. Das sollte dann bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Im Januar bekomme ich das Printcover. Nach dem Korrektorat werde ich dann den Buchsatz machen, dieses Mal mache ich den selbst – ich übe bereits. Damit das Buch für die LBM rechtzeitig da ist, werde ich den Druck spätestens Ende Februar bestellen – ab dann sollen Vorbestellungen möglich sein. Ich will das Buch im Shop einrichten, sobald der Buchsatz fertig ist und ich weiß, wie dick das Buch wird. Der Zeitplan ist straff, aber schaffbar, denke ich.

Wer vorbestellt, bekommt das Buch auch zur LBM, alle anderen erst zum offziellen VÖ-Termin am 18.04.2027. Ach ja, einen Farbschnitt werde ich aus Kostengründen vorerst nicht anbieten können. Ich liebäugele mit einer Sonderausgabe, wenn alle Bücher fertig sind, aber ob das kommt, hängt sehr vom Verkauf ab. Auch ein Hörbuch mache ich vom Verkauf abhängig. Das ist auch ein direktes Learning aus meiner ersten Veröffentlichung: Kleine Auflagen, wenig Zusätze. Denn anders kann ich weitere Projekte nicht finanzieren. Charakterkarten wird es wieder geben. Auch wenn die Nachfrage bisher zurückhaltend ist, liebe ich Drews Zeichnungen und möchte da noch eine Weile dran festhalten.

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Sonja Tornefeld studierte Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik und Medienwissenschaften. Sie ist Fantasy-Autorin und passionierte Buchliebhaberin, großer Fan von Hobbits, Vampiren, Drachen, Metal und allem Magischen. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in der Nähe des Teutoburger Waldes.
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