Was für ein Sommer! Wenn man mal die Kulisse von Politik und Klimawandel wegnimmt (und ich habe mir erlaubt, diese Damoklesschwerter für drei Wochen weitgehend auszublenden), war es einer der schönsten Sommer meines Lebens. Verglichen mit den 44 Sommern davor will das was heißen, denn ich hatte schon tolle Sommer.
Heute nehme ich dich mit und zeige ein paar private Bilder aus meinem Urlaub und erzähle, was ich so getrieben und geschrieben habe. Ein ausführliches Schreibupdate folgt in Kürze! Außerdem sage ich ein bisschen was, wie es marketingtechnisch bei mir weitergeht, denn eigentlich wollte ich diese Bilder auf Instagram posten, werde das aber nicht tun. Warum, verrate ich in diesem Artikel.
Inhalt

Surfing Moliets Strand
Zum ersten Mal gesurft bin ich auf Kangaroo Island in Australien. Das war 2008. Ich war drei Wochen mit Stefan und Backpack unterwegs; wir haben in Adelaide unser dreimonatiges Zusammensein gefeiert und standen kurz danach zum ersten Mal im Rahmen einer dreitägigen Tour auf dem Surfbrett. In dieser einen Stunde wurde eine Liebe zu Wellen geboren, die uns seither nicht mehr losgelassen hat.


2010 sind wir eine Woche nach Marokko geflogen, um dort einen Surfkurs zu machen, der uns am Ende leider sehr enttäuscht hat – wir hatten großes Wetter- und Sturmpech, waren aber immerhin nach dem Urlaub mit unserem ersten Kind schwanger, was sehr gewünscht war 😉.
2013 sind wir dann mit zwei Kleinkindern im Rahmen von Stefans Elternzeit sechs Wochen durch Spanien und Portugal gezockelt mit unserem T4, und davon haben wir zwei Wochen Surfkurs in Portugal, in Aljezur gemacht, was super war – definitiv einer meiner Top-3-Sommer. Seitdem haben wir immer vom Surfen geträumt, aber weitere Schwangerschaften, Umzüge und Geldsorgen hielten uns ab.

Bis 2025!
Letztes Jahr beschlossen wir kurzerhand, wieder Surfen zu fahren, dieses Mal mit allen vier Kindern! Und es war großartig! Seit Dezember habe ich wöchentlich zwei Mal trainiert (HIIT, High-Intensity-Intervall-Training + Yoga), und das war eine super Vorbereitung. Die Kinder haben es auch wunderbar gemacht – wir hatten zwei Wochen lang richtig viel Spaß in Moliets-et-Maa. Der Campingplatz war perfekt, der Surflehrer super. Ich hätte noch mindestens ne Woche bleiben können. (Irgendwann will ich mal den ganzen Sommer dahin, zwei Monate oder so. Heimlich träume ich vom Vanlife mit Schreiben und Surfen 😄.)
Full Rewind Metal Festival

Nach dem Urlaub blieben drei Tage zum Wäschewaschen, ehe Stefan und ich dann zum Full Rewind Festival nach Roitzschjora aufgebrochen sind. Wir waren bewusst nicht auf dem Wacken – da war ich schon einige Male und habe mich jedes Mal geärgert.
Das Full Rewind war super; es hat viel Spaß gemacht, wir haben tolle Leute kennengelernt, super Bands gesehen, und ich habe direkt im Anschluss Tickets für die ersten Hallentouren gekauft, z.B. von Ektomorf, die mich wieder einmal nachhaltig beeindruckt haben.
Mit 45 Jahren kann ich sagen: Metal ist nicht nur ne Phase 😎. Es gibt nichts Geileres, außer vielleicht, auf einem Surfbrett zu stehen :D. Nächstes Jahr wird es uns aufgrund von Kinderbetreuung (3 von 4 werden ins Zeltlager fahren) aufs Summer Breeze verschlagen. Ich zähle schon die Tage!
Schreiben: George und Deborah mit Testlesen
Parallel lief das Testlesen und die Überarbeitung von George und Deborah. Ich werde mich in Kürze in einem umfangreichen Schreibupdate dazu äußern, aber eins kann ich schon sagen: Das Buch ist nochmal gewachsen und dank des Feedbacks hat es sich nochmal enorm geändert, vertieft und ich verstehe meine Figuren nun viel besser. Schreiben ist tatsächlich eine Reise. Neulich hörte ich Nick Cave in einem Interviewausschnitt, der sagte, der kreative Prozess sei ein spiritueller Prozess. Darüber denke ich im Moment viel nach und darauf werde ich nochmal separat eingehen. Spontan finde ich: Das stimmt. Schreiben ist ein Weg der Heilung für mich. Veröffentlichen wird deshalb noch hart, aber noch ist es nicht soweit.

Ich denke, das Warten lohnt sich. Ich war vor diesem Probelesen teilweise recht mutlos, fand es blöd und wollte es abbrechen – in diesem Sommer kam nochmal neuer Schwung rein, und ich bin nun mehr denn je motiviert, es zuende zu bringen. Mehr dazu demnächst!
Testlesen für andere
Nicht nur mein Buch wurde testgelesen; ich habe mich auch als Testleserin revanchiert, indem ich bei A. E. Schikora und Harlow Alexander testgelesen habe. Wenn du diese beiden Autorinnen noch nicht auf dem Schirm hast, schau unbedingt mal vorbei! A. E. Schikora schreibt düstere Geschichten mit Horror-Anteilen und Harlow Alexander schreibt cozy Fantasy mit queeren Lovestories.
Künftiges Marketing mit so wenig Meta wie möglich
Das Internet ändert sich, Marketing ändert sich. Das ist schon so, seit ich angefangen habe, zu bloggen. Das ist ungefähr 25 Jahre her. Aber niemals in diesem ganzen Zeitraum hat es sich so schnell und so zum Schlechten geändert wie im Moment, wie mit der KI. Die Einführung der DSGVO war ein krasser Einschnitt, aber was im Moment auf allen Social Media Plattformen, mit den Suchmaschinen und mit ganz normalen Programmen wie Word auf meinem Rechner passiert, ist der Anbruch eines neuen Zeitalters. Und nach anfänglicher Begeisterung für neue Möglichkeiten wende ich mich privat und beruflich so weit es geht davon ab. Vor dem Hintergrund der Weltpolitik ist das wahrscheinlich schon zu spät, aber sei’s drum: Die Tech-Konzerne ändern ihre Bedingungen – ich steige aus.
Früher habe ich Software, CDs und DVDs gekauft und sie gehörten mir. Heute kaufe ich Abos und nichts gehört mehr mir. Im Gegenteil, selbst bei Canva Pro laufe ich Gefahr, gegen Urheberrechte zu verstoßen, ohne das zu wollen oder zu wissen!
Das Stichwort ist „digitale Souveränität“, und mir wird es immer wichtiger, privat wie hier auf dem Blog. Daher habe ich einige Entscheidungen getroffen, bzw. stecke teilweise noch im Entscheidungsprozess, was ich wie anders machen will. Denn mich in eine Höhle ohne WLAN verkriechen ist auch keine Lösung.
Privat haben wir z.B. Disneyplus und Spotify gekündigt, außerdem habe ich für mich und alle Kinder der digitalen Patientenakte widersprochen. Angesichts drohender Patientenregister kann ich nur jeder empfehlen, das auch zu tun – Männer sind hier mitgemeint ;). Das aktuelle, digitale Projekt hinter den Kulissen lautet: Umsteigen auf Linux, auf LibreOffice usw. Ich werde berichten!
Bye bye Canva
Weitere Änderungen stehen an, denn auf einmal kann ich nicht alles ändern. Meine Grafiken habe ich bisher mit Canva erstellt, was ich auch nach wie vor super in der Bedienung finde, aber nachdem nun eine Abmahnwelle durch Instagram gelaufen ist, werde ich wieder zu Photoshop zurückkehren. Die CS5 hatte ich mir vor Urzeiten gekauft – das war so eine Software, die ich gekauft und installiert habe, und die dann einfach meine war, ohne Adobe-Abo. Und sie hat keine KI-Schnittstelle, das ist ein doppeltes Plus! Das Erstellen von Grafiken ist für mich leicht hürdiger, aber ich habe mir schöne Templates mit Commercial-Lizenz bei Creative Market gekauft und schaue jetzt mal, wie weit ich damit komme. Mein Look wird sich also ändern – ich bin einfach keine Grafikerin 🙈.
Social Media – Quo vadis?
Mein aktivster Kanal ist bislang Instagram, und ich liebe meine Crowd dort. ABER Instagram gehört zu Meta, und Meta gefällt mir jeden Tag weniger. Ich habe deshalb auch meine Urlaubsbilder nicht dort gepostet, um Meta nicht die Rechte daran zu schenken und um Meta nicht doch irgendwie die Chance zu geben, die mit KI auszuwerten. (Habe zwar widersprochen, aber ich glaube nicht dran, dass sie sich dran halten …)

Daher werde ich schweren Herzens auf Instagram kürzer treten – das fällt mir wirklich schwer, denn ich bin gerne dort und kenne dort sehr viele, liebe Mitautorinnen und Autoren, mit denen ich im Austausch stehe.
Deshalb werde ich auch nicht ganz weggehen, aber ich habe viele alte Inhalte gelöscht und sehe meine digitale Marketingzukunft eher hier auf dem Blog. Dieser Blog wird die Zentrale meiner Aktivitäten sein, meistens erscheinen montags neue Artikel und sonntags mein Newsletter.
Ich habe inzwischen auch Kanäle auf Mastodon und Pixelfed. Ich bin da noch nicht so wirklich aktiv, aber das wird mit der Zeit kommen. Außerdem bediene ich Pinterest und Facebook (das läuft so mit, wird aber weniger werden). TikTok lehne ich nach wie vor ab. Ich hatte da ja mal nen Account, aber mich zieht nichts dahin zurück. Gar nichts.
Mein Newsletter, mein Herzenskind, geht bald wieder wöchentlich los, und ich freue mich darauf! Immer sonntags zum Frühstück schreibe ich Neuigkeiten, Nachdenkliches und was hier so auf dem Blog passiert. Nach wie vor gibt es zur Anmeldung eine Gratis-Werwolfgeschichte.
Content-Schutz und Reichweite im KI-Zeitalter
Ich denke im Moment über eine Bezahlschranke nach, oder einen Patreon-Account. Ich bin mir noch nicht sicher, wann und was und wie, aber früher oder später wird das kommen. Aktuell ist es so, dass die KI-Agenten der Suchmaschinen meine Seite ernten – ohne jegliche Bezahlung. Es geht mir bei dem Blog auch gar nicht um Bezahlung, aber wenn KI-Chatbots meine Inhalte ernten und ich nicht einmal Reichweite von Google usw. bekomme, dann muss sich hier war ändern. Das ist leider das Ende des freien, userorientierten Internets und gefällt mir so überhaupt nicht. Wenn ich die KI-Agenten sperre, verspiele ich meine Chancen, überhaupt in den Ergebnissen aufzutauchen. Ich bekomme so noch ein paar Klicks, aber längst nicht mehr das, was vor der KI mal drin war.
Als nächstes werden dann Browser abgeschafft und die KI soll unser Suchverhalten steuern (dazu hier ein Reel von Prof. Dr. Alke Martens, die unterrichtet Praktische Informatik an der Uni Rostock). Das ist für Menschen wie mich, die mit Herzblut bloggen und viel Zeit und Geld in ihren Blog stecken (jährlich sind das so ca. 300€-400€ inkl. Shop, der demnächst kommt), ein Todesurteil. Ich bin langfristig auf treue Unterstützer:innen angewiesen, die meinen Content konsumieren, also lesen und vielleicht kommentieren, meinen Newsletter abonnieren, gelegentlich über meine Werbelinks einkaufen UND meine Bücher kaufen. Danke im Voraus!
Wie ich das in Zukunft mache, weiß ich noch nicht, aber irgendwas wird kommen. Dass ich bisher noch nicht gehandelt habe, liegt an mangelnder Zeit: Ich habe ja noch vier Kinder, einen Job und mein Buch, das fertig werden will.
Coming: Rezensionen und Themen im Herbst
Was erwartet dich hier im Herbst? Zunächst einmal wird in Kürze ein großes Schreibupdate zu George und Deborah folgen. Dann habe ich über 80 Artikel im Entwurfsstadium, die ich nun endlich mal fertigstellen will, plus einige Rezensionen, die bald kommen: Momo, Der Name der Rose, Empire of the Damned (lese ich derzeit) und 20.000 Meilen unter dem Meer (lese ich derzeit vor – in einer ganz besonderen Schmuckausgabe).
Das Ergebnis meiner Leserumfrage kommt bald. Noch darfst du mitmachen. Dann wird wieder ein Artikel mit
Neuerscheinungen kommen und einiges mehr ;). Es bleibt spannend, und ich freue mich auf den Herbst :).