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Fahr zurück in die Hölle – Textschnipsel

Während ich fleißig mein Manuskript überarbeite und weiter poliere, stelle ich heute einen weiteren Textauszug aus dem Eröffnungskapitel vor: „Fahr zurück in die Hölle“. Natürlich liefere ich dazu auch ein bisschen mehr Kontext, als ich das meist auf Instagram kann, da dort die Zeichenanzahl sehr begrenzt ist. Das Kapitel ist aus der Perspektive der weiblichen Protagonistin, Deborah, geschrieben.

Diese Erzählsicht ist erst relativ spät entstanden. Die Idee, sie als Erzählcharakter aufzunehmen, kam erst, nachdem meine Testleserin mich mit ihrem Feedback dazu bewegte. Inzwischen kann ich mir das Buch gar nicht mehr ohne sie als POV vorstellen! Ihre Geschichte ist nicht weniger interessant als Georges und bringt doch eine ganz neue Dimension (im wahrsten Sinne des Wortes) in den Roman.

Hintergrund: Abtreibungen in Deutschland

Deborah ist in der Hauptgeschichte meines Romanprojekts „George und Deborah“ eine Druidin und seit Jahren mit ihrem Sohn Devan auf der Flucht. Das Eröffnungskapitel mit dem Arbeitstitel „Das Dämonenkind“ zeigt sie in einer außergewöhnlichen Situation, in der sie versucht, das ungewollte Kind in ihr abzutreiben.

Die Szene spielt 1956. Zu der Zeit waren Abtreibungen noch illegal in Deutschland! Erst seit 1995 sind Abtreibungen in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen legal. Ungeachtet der Debatte, die ja auch aktuell immer wieder geführt wird, halte ich das Recht auf Abtreibung für ein bedingungsloses Frauenrecht – das sage ich als Frau und ganz besonders als Mutter von vier Kindern! Wenn ich mir die Entwicklungen in den USA oder auch in unserem Nachbarland Polen anschaue, kann ich nur den Kopf schütteln!

Neulich hatten wir auch eine Abtreibungsgegnerbroschüre im Briefkasten, finanziert von einer freien Kirche. Einer der Urheber unterrichtet sogar als Lehrer an einer Schule! Ich kann gar nicht genug Feuer spucken, um deutlich zu machen, was ich von so einer Propaganda halte. Nichts nämlich! Abtreibungen kategorisch zu verbieten ist ein Instrument zur systematischen Unterdrückung von Frauen. Diesen Satz dürfen sie auch gern irgendwann auf meinen Grabstein meißeln!

Deborah und ihr Wunsch nach einer Abtreibung

Bevor ich mich nun in Rage schreibe: Meine Figur hat – es handelt sich ja um einen Dark Fantasy Roman – das zusätzliche Problem, dass ihr Kind dämonischer Abstammung ist. Das Buch beginnt mit diesen Worten:

Die Frau trat aus dem Schatten der Kastanie ins Mondlicht, die Hand auf den Bauch gepresst, in dem das Kind brannte wie ein Ball aus Lava. Sie musste es loswerden. Die Mainacht war kühl, doch die Kälte stellte das geringste ihrer Probleme dar. Deborah zog den Trenchcoat enger und vergewisserte sich, dass ihr niemand folgte.

aus „George und Deborah
szene deborah krankenhaus 01
Eröffnungsszene. Bild erstellt mit Midjourney.

Das Kind loszuwerden ist für Deborah ein doppeltes Anliegen. Es wird übrigens nicht gelingen, denn ohne dieses Kind wäre das Buch dann nach dem ersten Kapitel zu Ende. Das erste Kapitel hält noch ein paar weitere Dinge bereit, die ich hier nicht spoilern möchte. Es endet mit dem eingangs genannten Zitat „Fahr zurück in die Hölle“. Hier noch ein bisschen mehr Kontext dazu:

George und Deborah Phantastopia
Szene aus dem ersten Kapitel des Projekts „George und Deborah“

Diese Zitate habe ich zuerst auf Instagram zum Hashtag #demondonnerstag veröffentlicht. Es hat mich sehr gefreut, dass sie viel positives Feedback ausgelöst haben – vielen Dank!

Über #projekthalbdämon

Halbdämon George rettet Druidin Deborah und betritt damit das Schlachtfeld eines interdimensionalen Krieges.
Am aktivsten bin ich aktuell auf Instagram – ich freue mich, wenn du mir dort folgst! 🙂

Die Geschichte befindet sich in Rohfassung 3.0 und wird aktuell weiter bearbeitet. Ab März suche ich voraussichtlich Testleser:innen! Das Erstlektorat ist abgeschlossen, die VÖ wird voraussichtlich im Herbst 2024 erfolgen. Am einfachsten bleibst du mit meinem sporadisch erscheinenden Newsletter auf dem Laufenden:

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Foto des Autors
Passionierte Buchliebhaberin, großer Fan von Hobbits, Vampiren, Drachen, Metal und allem Magischen. Lebt mit Mann, Kindern und Hund in der Nähe des Teutoburger Waldes und schreibt an ihrem Dark Fantasy Debütroman.

Buchrezensionen und rund ums Lesen

Aus dem Schreibzimmer

4 Gedanken zu „Fahr zurück in die Hölle – Textschnipsel“

  1. „Fahr zurück in die Hölle“

    Mir ist das obige Zitat ins Auge gefallen, genauer: Das Wort Hölle hat mich angesprungen. Wer kennt sie nicht, diese Hölle? Was bedeutet Hölle? Den Strafort Hölle gibt es in nahezu allen Mythologien / Religionen. Allgemein stellt man sich die Hölle als einen unwirtlichen Ort im Jenseits vor. Dieser Ort dient der Bestrafung, wobei es meist um ewige Qualen geht. Abgeleitet wird das deutsche Wort Hölle von der germanischen Sprachwurzel „*hel, *hal,“ womit verbergen gemeint ist.

    Griechische Mythologie

    In der griechischen Mythologie heißt die Hölle Tartaros (latinisiert Tartarus). Es handelt sich beim Tartaros um die tiefste Stelle in der Erde. Gemäß der griechischen Mythologie wurde die Hölle von der Erde gezeugt – und zwar im Rahmen der Urschöpfung -> https://www.mythologie-antike.com/t79-tartaros-tartarus-gott-der-ersten-stunde-personifiziert-den-strafort-holle

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